Persia meets Wok


Für das Kochen brauche ich Zeit, daher wird hier immer am Wochenende groß aufgetischt, während wir in der Woche alle unterschiedlich essen: Der kleine Mann speist im Kindergarten, der große Mann isst die Überbleibsel des vorherigen Tages und ich esse unterwegs, im ländlichen Speckgürtel Bremens. Und da wir am Wochenende viel Zeit haben, lieben wir es in der großen offenen Küche zusammen zu kochen. 

Kücheneinblick mit noch rundem Tisch


Was es so gibt? Querbeet: mal Bremer Pinkel, mal Pasta und mal Wokpfanne persisch. Jawohl, hier trafen heute zwei Welten aufeinander. Eigentlich gab es ja nur Ente mit Mango auf Reis. Aber der Reis wird im Hause Schmasonnen auf eine ganz besondere Art zubereitet. Und das Ergebnis ist eine superleckerer dahinschmlezender Tadik. Eine Reiskruste, die durch eine ganz bestimmte Dampfmethode am Boden des Topfes entsteht. Auch wenn ich nicht ganz die traditionelle Art des persischen Reiskochens einhalte, hat sich diese Art in den letzten Jahren bei mir eingebürgert und bis jetzt kommt sie auch bei Freunden gut an. Natürlich hält sie nicht ganz den kritischen Augen meiner persischen Mutter Stand und auch meine Oma hätte sicherlich beide Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, aber ich kann sie Euch wirklich empfehlen, die Schmasonnsche Tadikkreation.

Für den Reis benötigt Ihr vor allem guten Basmati-Reis, Salz, Butter und Zeit. Am besten beginnt Ihr damit den Reis über Nacht in Salzwasser einzuweichen. Den abgegossenen Reis dann vier Minuten in leicht salzigem Wasser kochen und anschließend abgießen. In einem Topf Butter zergehen lassen und den Reis hineingeben. Jetzt erst einmal nicht mehr umrühren. Der Deckel wird in ein dünnes Tuch eingeschlagen und dann erfolgt eine 30 Minütige Dampfzeit. Zu Beginn lass ich die Temperatur etwas höher, so für ca. 3-5 Minuten und dann schalte ich auf eine niedrige Stufe runter.
Nach der Garzeit stelle ich den Topf für kurze Zeit in kaltes Wasser, löffle vorsichtig bis zur Kruste den Reis in eine Schüssel und kratze dann den Tadik heraus. Die persischen Profis in meiner Familie kriegen es tatsächlich hin, dass der gesamte Tadik in einem aus dem Topf auf dem Teller landet. Unbedingt sollte noch nach Belieben Butter zum Reis gefügt werden.




Für die Wokpfanne wird folgendes benötigt:
Entenbrust 
Frühlingszwiebeln
Paprika
Knoblauch
Mango-Chutney
Sherry

Die Entenbrüste werden nachdem sie auf der Hautseite kreuzförmig eingeritzt wurden  mit Salz und Pfeffer eingerieben und zunächst von der Hautseite für ca. 6-7 Minuten angebraten und anschließend von der anderen Seite nochmal 5 Minuten. Anschließend erfolgt eine Wärmebehandlung in der guten Alufolie. Da ich es nicht ganz so gerne mag, wenn das Fleisch von innen zu roh ist, kommen sie bei mir noch mal für 10 Minuten bei 100 Grad in den Ofen.

Die Frühlingszwiebeln, der Knoblauch und die Paprika werden im Wok angebraten, gelöscht wird das Gemüse mit Sherry und verfeinert mit 2 Esslöffel Mangochutney. 






Kommentare

  1. Deine Küche ist ganz wunderschön und so groß! Da macht kochen doch bestimmt Spaß! Ich koche auch sehr gerne mit dem Wok und werde dein Gericht mal ausprobieren.Mal schauen, wie das mit dem Reis so klappt.
    Schönen Abend dir und liebe Grüße
    Daniela

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  2. Na toll, Sonntagabend, 22:49 Uhr + ich habe Lust auf Frisches aus dem Wok! ;))
    Ich habe mich seehr über Deinen Kommentar bei Ricarda zu meiner Möbelliebe gefreut - danke Dir!
    Liebe Grüße :) Minza

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